Quartiere

Warum in die Ferne schweifen?

Können Sie sich vorstellen, Ihr Schlafzimmer in Dättwil, die Küche im Meierhof, das Esszimmer in Baden Nord, und die Toilette in Rütihof zu haben? Wir auch nicht. Denn es ist praktisch, die notwendigen Funktionen nahe beisammen zu haben. Ausserhalb der eigenen vier Wände erachten wir es aber als normal, unser Leben mühsam und mit langen Fahrten zusammenzusuchen. Was spricht dagegen, auch Baden etwas praktischer einzurichten?

Diese Veränderung beginnt in den Quartieren. Verstreute Funktionen – Wohnen, Einkaufen, Unterhaltung, Arbeit, etc. – örtlich zu bündeln, spart nicht nur Zeit und Energie, sondern belebt auch die Quartiere sozial, wirtschaftlich und kulturell. Anstelle von überteuertem und nahezu anonymem Wohnen in einem Bau, in dessen Erdgeschoss ein global vernetzter Unterhosenhändler das gemütliche Café verdrängt hat, muss wieder vermehrt Raum für Nutzungen mit sozialem Mehrwert geschaffen werden. Erst der ausgewogene Mix von Einkaufsmöglichkeiten, Handwerk, Dienstleistung, Gastronomie und Wohnen bringt eine richtige Belebung. Von dieser profitiert auch die soziale Kontrolle.

Echte Verdichtung schafft gesunde Strukturen

Es kommt nicht von ungefähr, dass die 'Altstadt' die dauerhafteste Siedlungsform darstellt: Sie vereint(e) verschiedene Nutzungen. Der heutige Trend zur Verdichtung geht wieder in diese Richtung und erfasst beinahe alle Quartiere. Echte Verdichtung darf aber nicht "zusammenpferchen" bedeuten, sonst ist sie unerträglich. Sie muss soziale Beziehungen und Dienstleistungen beinhalten. Sie findet auch nicht in Hochhäusern statt, denn diese sind in ihren sozialen Aspekten begrenzt und generieren kein Quartierleben. Hofrandbebauungen hingegen, wie sie etwa im Galgenbuck realisierbar wären, erlauben kompaktes Wohnen, spannendes Strassenleben, vielfältige Erdgeschossnutzungen (mit Arbeitsplätzen), spezifische Infrastruktur für ältere Menschen und Kinder sowie ruhige Zonen – mit Stadtbahn, Bus und Strasse optimal erschlossen. Die eigentliche Herausforderung besteht dabei in der Integration der kommerziellen Raumnutzung: Kleine Geschäfte sind schwierig zu bewirtschaften. Freiwillige Initiative, Subventionen, Reglemente für Bau und Betrieb reichen nicht. Es braucht eine eigentliche Strategie, welche Nutzungen wo gebraucht werden, es braucht den Einbezug der Quartierbewohner und der Produzenten in der Umgebung.

 

 

Bäderquartier: Ja zur Aufwertung, Kritik an den Dimensionen

SP, Grünliberale, Grüne und team Baden begrüssen eine Aufwertung der Bäderstadt und streben eine städtebaulich, energetisch und verkehrstechnisch überzeugende Lösung an.

Deshalb haben SP, Grünliberale, Grüne und team Baden bezüglich der Einpassung der Bauvorhaben in die bestehende städtebauliche Struktur im ersten Mitwirkungsverfahren zur BNO-Teilrevision grundlegende Bedenken geäussert. Der Stadtrat hat diese Einwände in seinem Mitwirkungsbericht im Wesentlichen verworfen, ohne die Möglichkeit einer Redimensionierung überhaupt ernsthaft zu prüfen. Für SP, Grünliberale, Grüne und team Baden haben die geäusserten Bedenken, insbesondere die Forderung nach reduzierten Gebäudevolumen, jedoch nach wie vor Geltung. Die Parteien haben diese im Rahmen der zweiten Mitwirkung auch erneut eingebracht. Die Kritik an den geplanten Projekten wird auch in die Beratungen der Planungsgrundlagen im Einwohnerrat einfliessen.

Download der Pressemitteilung

Bäderquartier: Redimensionierung prüfen

Das team baden begrüsst die Aufwertung des Bäderquartiers, erachtet das vorgeschlagene Projekt für die Bad-, Gewerbe- und Wohnnutzung aber als überdimensioniert. 

Bäderquartier: Ortsbildschutz stärken

 
Das team hat sich im Rahmen der ersten Mitwir­kung (Mai 2010) zu den geplanten Änderungen der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) im Be­reich "Limmatknie" sowie zur dazugehörigen Entwicklungsrichtplanung und zu Erschliessungs­fragen geäussert. Es verging anschliessend über ein Jahr, bis der Stadtrat seinen Mitwirkungsbe­richt vorlegte und zu den Eingaben Stellung nahm. 
Obschon das team baden eine Aufwertung des Bäderquartiers seit jeher begrüsst und die ent­spre­chenden Bemühungen des Stadtrats schätzt, mussten Parteivorstand und Fraktion feststellen, dass die mit erster Mitwirkung eingebrachten An­regungen betreffend einer städtebaulichen Ein­passung bzw. einer Reduktion der Volumen bei Neubauten nicht ausreichend berücksichtigt worden sind und zur Auffassung des Stadtrats grundlegende Dif­ferenzen bestehen.
 
Die Kernanliegen des teams, Neu- und Umbau­ten besser in die bestehende, historisch gewach­sene und damit kleinteilige städtebauliche Struk­­tur einzupassen, die Fläche des heutigen Staad­hofes dem Kernbereich Bäderzone zuzu­wie­sen und sie damit dem Schutz von § 18 BNO zu unterstellen sowie eine klare Definition zuläs­si­ger Bauteile in der Zone "Ba" vorzunehmen, ha­ben für das team baden indes nach wie vor Gül­tigkeit.
 
Damit geht es nun in die zweite Runde der Mit­wirkung. In der Annahme, der Stadtrat werde an seiner Beurteilung festhalten, verzichtet das team jedoch darauf, genannte Anliegen im Rah­men der laufenden zweiten Mitwirkung erneut im Grundsatz einzubringen. Einzig hinsichtlich Orts­bildschutz wird sich das team nochmals ein­bringen: Es sollen sich nicht nur, wie vom Stadt­rat vorgeschlagen, Neubauten am Kurplatz in ih­rer Volumetrie in das bestehende Ensemble ein­fü­gen müssen, sondern vielmehr alle Bauten im Be­reich Limmatknie. Die Abstimmung im Ein­wohnerrat folgt im Dezember 2011. Im Einzelnen stellt das team baden folgende Anträge:

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Mitwirkung Bäderquartier

SP Baden und team baden begrüssen und unterstützen eine Entwicklung im Bäderquartier. Aber im Planungsprozess wurden seitens der Stadt Baden Kompromisse eingegangen, die fragwürdig sind und nochmals überarbeitet werden müssen.

Das Bäderquartier soll mit einem grossen Investorenprojekt reanimiert werden. Mit den rechtsgültigen Planungsinstrumenten (Entwicklungsrichtplan und Bau- und Nutzungsordnung) ist die vorgesehene Entwicklung („Botta-Projekt“) nicht realisierbar. Um dieses Projekt zu ermöglichen, ist die Stadt mitunter fragwürdige Kompromisse eingegangen.

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