geri 551

interview mit geri

Stadtammannwahl

Auf das Profil kommt es an

Der Wahlkampf zum zweiten Wahlgang entlud sich fast zur Gesamtheit auf der Person von Geri Müller. Wurde im ersten Wahlgang noch Müllers Nationalratsmandat kritisiert, war es im zweiten Wahlgang dessen aussenpolitisches Engagement. Sowohl die Kritik als auch die (mehrheitlich kritisierende ) Medienberichterstattung erreichten mitunter ein durchaus fragwürdiges Niveau. So wurde etwa Müllers Familienleben öffentlich ausgebreitet. Oder Baden im Fall einer Wahl Müllers als Wallfahrtsort für Terroristen heraufbeschworen. Tatsächlich wurde Baden einzig Wallfahrtsort für Niveautiefflieger. Dabei wurde mit harten Bandagen gekämpft. Weil wir hart toll finden – vor allem harte Fakten – haben wir Geri zarte Fragen gestellt:

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Geri, herzliche Gratulation. Was ist Deine wichtigste Botschaft an Deine Wählerinnen und Wähler?
Herzlichen Dank für Euren unerschütterlichen Effort für diesen Wahlgewinn. Ihr habt Euch trotz unorthodoxen Vorwürfen nie beirren lassen, ich konnte voll auf Euch zählen. Vielen Dank für das Vertrauen!
 
Was wird Deine erste Amtshandlung sein?
Die neue Konstitution des Stadtrates (Ressortverteilungen, Amtsübergaben). Dann werde ich alle Verwaltungsabteilungen begrüssen und anhören.
 
Wie bereitest Du Dich auf den 1. April vor?
Ich geb acht, dass mich keiner reinlegt (lacht). Im ernst: Ich bin seit der Wahl schon an einigen Treffen, Sitzungen, Projektleitungen dabei gewesen. Stephan Attiger hat mich selbstverständlich überall gut eingeführt. Mit den engsten MitarbeiterInnen habe ich zahlreiche Gespräche und Vorbereitungen.
 
Welche Akzente könntest Du in der kurzen Zeit bis zu den Erneuerungswahlen im Herbst setzen?
Ich bereite mich auf eine längere Amtszeit vor. Ich werde mich mit den umliegenden Gemeinden zusammensetzen, um eine grössere Fusion vorzubereiten. Als Gegenstück werde ic die Quartiere mehr in die vielen Projekte, welche in Baden bereits laufen integrieren. Die Menschen in Baden sollen die Veränderungen mitgestalten können.
 
Wie unterstützt Du das lokale Gewerbe?
Das Badener Gewerbe ist innovativ und freiheitsliebend, wird aber teilweise auch durch grössere Umbauvorhaben beeinträchtigt werden. Ich werde weiterhin mit ihnen im Kontakt bleiben, damit Probleme frühzeitig erkannt werden können.
  
Was dürfen die Quartiere von Dir erwarten?
Die Quartiere sind die eigentlichen Lebenszentren der BewohnerInnen. Die meisten QV engagieren sich demnach auch für das Leben vor Ort, was von Quartier zu Quartier unterschiedlich ist. Diese Arbeit ist sehr wertvoll und muss teilweise unterstützt werden. Ich möchte auch alle Quartiere in kurzer Zeit besuchen, damit ich weiss, wo wem der Schuh drückt. Ich möchte sie auch in die Veränderungsprozesse einbeziehen.
 
Der Kanton ist Bauherr des Schulhausplatzes. Was kann die Stadt tun, um während des Umbaus das Chaos in Grenzen zu halten?
Von Seiten Stadt beobachten wir natürlich auch den Bauprozess und haben dafür unsere Fachleute. Sie werden sich einsetzen, wenn es Probleme gibt. Ich weiss aber auch, dass der oberste Bauherr noch vor kurzem Badener Stadtammann war, und sicher mithelfen wird, den Prozess gut zu gestalten…