Nein zur Steuersenkung am 30. November 2025

Kurzfristig sparen, langfristig arm dran

75 Franken weniger Steuern – das ist die mittlere Steuerersparnis bei 3% Steuerfusssenkung. Um ganz genau zu sein: Würde man alle Steuerzahler:innen anhand ihrer Ersparnis aufreihen, dann liegt die Person in der Mitte bei 75 Franken.

75 Franken – das ist der Preis für ein grosses Risiko.

Für die Schulhäuser in Turgi und die Sportanlage Aue fehlt das Geld

In der Investitionsrechnung der Stadt fehlen zentrale Projekte. Etwa das geplante Oberstufenzentrum in Turgi, wo künftig Schüler:innen aus Baden und den umliegenden Gemeinden unterrichtet werden sollen. Oder die Sanierung der Sportanlage Aue, die noch im letzten Budget vorgesehen war – und nun gestrichen wurde.
Schon heute ist klar: Ab 2030 braucht es weitere Schulhäuser, etwa die Primarschule in Turgi oder, nach der Einzonung Galgenbuck, eine neue Schule in Dättwil.
Mit einer Steuersenkung steigt das Risiko, dass diese Projekte verschoben, gestrichen – oder nur mit neuen Schulden finanziert werden können.


Die Welt schwankt – und mit ihr die Steuereinnahmen

Der Stadtrat schreibt selbst, dass die hohen Firmensteuern im letzten Jahr ausserordentlich waren. Trotzdem rechnet die Stadt nun dauerhaft mit viel höheren Einnahmen als noch in den letzten Jahren – als wären diese Einnahmen garantiert.

Dabei ist die Weltlage unsicher: Kriege, Energiepreise, Zinsentwicklung – alles Faktoren, die auch die Steuern beeinflussen. Wenn die Einnahmen wieder sinken, fehlen uns plötzlich Millionen.


Schuldenabbau statt Steuergeschenke

Baden sitzt auf einem Schuldenberg von 149 Millionen Franken in Krediten und Darlehen. Diese Schulden gilt es abzubauen, bevor man über Steuersenkungen spricht. Nur so bleibt die Stadt handlungsfähig – und kommende Generationen können weiterhin in ein lebenswertes Baden investieren.

Daher: NEIN zur Steuersenkung und zum Budget 2026 am 30. November!

Steuern in Baden – Facts & Figures

Lesebeispiel: die Reichsten 10% der Bevölkerung zahlen 48% der Steuern

Steuerfuss: Mit einem aktuellen Steuerfuss von 92% (Stand 2025) positioniert sich die Stadt Baden im kantonalen und regionalen Vergleich bereits als äusserst attraktiver Wohnort. Dies zeigt sich den extrem hohen Miet- und Liegenschaftspreisen.
Da Baden bereits eine begehrte Wohngemeinde ist, benötigt die Stadt keine weitere Senkung des Steuerfusses, um ihre Anziehungskraft zu steigern. Eine Senkung würde lediglich unnötige Einnahmenverluste bedeuten, ohne die Attraktivität wesentlich zu erhöhen.

Steuerlast Verteilung: In Baden zahlen die Reichsten 10% der Steuerzahler 50% der Steuern. Im Gegensatz dazu leistet die Hälfte der Bevölkerung mit den tieferen Einkommen zusammen 8% der Steuern.

Unternehmen: Es ist wichtig zu betonen, dass Unternehmen von einer kommunalen Steuersenkung nicht profitieren. Die Unternehmenssteuern werden in der Schweiz basierend auf einem kantonalen Steuertarif erhoben. Eine Senkung des kommunalen Steuerfusses für natürliche Personen (Einwohner) macht die Stadt Baden daher nicht attraktiver für die Ansiedlung von Unternehmen.

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