Es gibt drei zentrale Kriterien der nachhaltigen Entwicklung:

  1. Die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen sind gleichwertig zu berücksichtigen.

  2. Die kurz- und langfristigen Auswirkungen sind zu berücksichtigen.

  3. Die Interessen aller Betroffenen innerhalb der Stadt und darüber hinaus sind zu berücksichtigen.

Hinter diesen drei Kriterien steht die Überzeugung, dass wir uns so verhalten müssen, dass zukünftige Generationen ihre Bedürfnisse auch befriedigen können. Da wir nicht wissen, welche Herausforderungen die Zukunft bringt, muss der ‹Möglichkeitenraum› maximiert werden. Dabei ist die Tatsache zu berücksichtigen, dass unsere Erde und damit unsere natürlichen Ressourcen begrenzt sind. Stimmt man dem Ziel ‹Maximierung des Möglichkeitenraumes› zu, dann beinhaltet ‹gutes Leben› einen verantwortungs- und respektvollen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen. Es gilt der Grundsatz: Nutze in einem Jahr höchstens so viel Holz, wie auf dem Dir zur Verfügung stehenden Land in einem Jahr nachwächst.

Wie kann man die nachhaltige Entwicklung umsetzen?

Die Stadt Baden setzt sich im Forschungsprojekt ‹NOGF - Nachhaltigkeitsorientierte

Gemeindeführung› damit auseinander, wie die Kriterien der nachhaltigen Entwicklung im

Alltag umgesetzt werden können. Dabei wird darauf geachtet, dass die Nachhaltigkeitsorientierung optimal mit den vorhandenen Führungsprozessen verknüpft wird. Die Stadt Baden fokussiert sich auf drei Bereiche:

Die Kriterien der nachhaltigen Entwicklung sind integrale Bestandteile des Planungsleitbildes 2010. Dabei kann auf die Erfahrung der Stadtverwaltung im Bundesprojekt ‹Kernindikatoren für die Nachhaltige Entwicklung in Städten und Kantonen› zurückgegriffen werden.

Eine systematische Anwendung mit der Nachhaltigkeitsbeurteilung von Projekten w
ird erarbeitet. Hier werden zurzeit im Projekt ‹Galgenbuck› erste Erfahrungen gesammelt.

In den fünf Pilotabteilungen Kinder Jugend Familie, Liegenschaften, Soziale Dienste, Standortmarketing und Werkhof werden Schulungen durchgeführt. Dabei stellen sich die Mitarbeitenden die Frage,wie die Nachhaltigkeitsorientierung im Alltag (z.B. in den Produkten) umgesetzt werden kann.

Baden macht sich fit für die Zukunft

Mit diesen drei Schwerpunkten hat die Stadt Baden den Weg Richtung Nachhaltigkeit

eingeschlagen und damit die Weichen gestellt für den langfristig zielgerichteten und wirkungsvollen Einsatz knapper Ressourcen. Das Fitnessprogramm für die Zukunftsfähigkeit der Stadt läuft.

Erschienen in: teamblatt 2008

Jonas Fricker