Bäderquartier: Redimensionierung prüfen

Das team baden begrüsst die Aufwertung des Bäderquartiers, erachtet das vorgeschlagene Projekt für die Bad-, Gewerbe- und Wohnnutzung aber als überdimensioniert. 
 
Das team baden legte an seinem Parteitag im Historischen Museum vom 20. November 2010 die Handlungsschwerpunkte der kommenden zwei Jahre fest. Diskutiert wurden vor allem die Themen „Verkehr“, „Älter werden in Baden“ sowie die Entwicklungen des Bäderquartiers.
parteitag2010team
Das team baden begrüsst und unterstützt eine Entwicklung des Bäderquartiers. Das vorgeschlagene Projekt weist jedoch drei wesentliche Kritikpunkte auf, die zu verbessern sind. So dürften die jährlich erwarteten 500‘000 Badegäste sowie die weiteren Anstösser das bereits heute an die Kapazitätsgrenze stossende Verkehrsnetz erheblich belasten. Es ist daran zu erinnern, dass die ABB mit dem geplanten Büroturm die gleichen Verkehrsachsen beeinflussen. Mehrverkehr in diesem Ausmass widerspricht dem Wortlaut des städtischen Legislaturziels, wonach der Mehrverkehr zu Spitzenstunden über den öffentlichen Verkehr sowie den Fuss- und Veloverkehr bewältigt wird. Ein weiteres Anliegen des team baden ist ein energetisch sinnvolles Bäderprojekt, welches die im Thermalwasser vorhandene Energie nutzt. Die vorgesehene Badeanlage scheint – da überdimensioniert – in beträchtlichem Mass auf externe Energie angewiesen zu sein. Auch städtebauliche Aspekte werden nach Meinung des team baden im vorgeschlagenen Projekt zu wenig berücksichtigt. Sowohl das Bad als auch die projektierte Wohn- und Bürobaute fügen sich nicht in das wertvolle, historisch gewachsene Bäderquartier ein.  
Nach Aussagen des Investors lässt sich ein Thermalbad auch mit 250‘000 Eintritten pro Jahr wirtschaftlich betreiben. Eine Verkleinerung des Projektes würde sich auf alle erkannten Problemfelder positiv auswirken und muss für die Stadt deshalb eine zu prüfende Alternative bilden. Das team baden ruft daher sowohl Planungsbehörden wie auch Investoren auf, das Projekt zu redimensionieren und somit nachhaltiger zu gestalten.
Für das team baden, Iva Marelli